Geschichte der Weyberhöfe

Das historische Schlosshotel Weyberhöfe befindet sich in einem ursprünglichen Jagdschloss aus dem Jahre 1265.

Castrum Vivarium — Weiberhof (Weyberhöfe)

An der Kreuzung der alten Wege von Aschaffenburg nach Lohr und nach Norden zur Birkenhainer Straße liegt unser Hofgut «Weiberhof» (heute Schlosshotel Weyberhöfe). Ein verkehrsgünstiger Ort: die Bahnlinie, die Bundesstraße 26 und die Autobahn A3 führen hier in den Spessart.

Um 1265 ließ der Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein das Castrum Vivarium hier anlegen.

Darunter kann man sich einen Steinturm mit Wirtschaftsgebäuden, einen Tiergarten, einen Nutzgarten und einen Fischweiher vorstellen.

Die Anlage wurde wegen der günstigen Lage an der Straßenverbindung in den Spessart hier erbaut, als Gegengewicht zu der von den Grafen von Rieneck bei Rottenberg errichteten Burg.

Im Markgräfler Krieg um 1552 dürfte der «Weiberhof» zerstört worden sein, denn Erzbischof Daniel Brendel von Homburg erweckte die Anlage mit einem Neubau um 1580 zu neuem Leben

jetzt nicht mehr mit militärischer Funktion, sondern wirtschaftlich ausgerichtet.

Der Weiberhof, so lautete nun der Name der Anlage, wurde als herrschaftliches Landgut mit einer Mühle verpachtet.

Während des 19. Jahrhunderts befand sich das Hofgut überwiegend im Besitz der Familie Sickenberger wie unter anderem die Jahreszahlen an damals neu errichteten oder umgebauten Gebäuden belegen.

1904 erwarb die Familie Cancrin das Hofgut und führte es als erfolgreichen landwirtschaftlichen Betrieb.

Es kam zu einer Umgestaltung des Adelsitzes im Stil des Historismus.

Im September 1991 begann der Umbau in ein Hotel, das Peter B. Lehnardt im Jahre 2002 übernahm. heute zeichnen 4 Sterne das "Schlosshotel Weyberhöfe aus, in dem Erholung und Genuss in fürstlichem Ambiente trefflich verbunden werden.

Weiberhof Ersterfassung

Weiberhof

Von Werner von Eppstein zur Marx Rumpolt

In Stein gehauene Wappen bezeugen dass das ehemalige Jagdschloss Sitz des Zentgrafen der "Cent vorm Spessart" war. 1265 von Werner von Eppstein errichtet, im Jahre 1552 niedergebrannt und im Jahr 1557 von Daniel Brendel von Homburg neu gebaut.
Vogelperspektive

Marx Rumpolt

Das berühmte "Ein new Kochbuch"

Rumpolts Kochbuch, welches das erste Lehrbuch für professionelle auszubilden Köchen darstellt, erschien das erste mal 1581 in Frankfurt am Main.

Abriss der Geschichte - der Vitus Kapelle von Schloss Weyberhöfe

Anno 1265

Der Erzbischof von Mainz, Werner von Eppstein lässt an der schmalsten Stelle des Laufachtals einem DAMM errichten, staut den Laufach-Bach zu einem ansehlichen Fischweiher (Weiber-See);
legt einen Tiergarten an und baut für sich neben bzw. auf dem Damm, ein Schlösschen.
Die Anlage, zu der auch eine dem HI. Vitus geweihte Kappelle gehört, nennt er "Castrum Vivarium"- "Schloss Tiergarten".

Jagdschloss handgemalt

1281

Reiche Austattung der Kapelle mit Gütern, zur Besoldung eines geistlichen und für den Kapellenunterhalter. Werner von Eppstein gründet aus eigenen Mitteln die Kapelle bei seiner Burg Hof Weiber. Auch befreit er die Kapelle von der Unterordnung unter die Pfarrkirche zu Sailauf Sigelof und überträgt das Patronat den Mainzer Erzbischöfen.

1283

Ein Kaplan Herbord ist nachgewiesen.

13. bis 15. Jahrhundert

Wenn die Mainzer Erzbischöfe, die auch die ersten der sieben Kurfürsten des Reiches waren, in ihrer Zweitresidenz , dem Schloss Johannisburg zu Aschaffenburg weilten, bewohnten sie ihr Schloss " Weiber" als Ausgangsstation für Jagden im Spessart. Zudem lag das Schloss Weyber an den Wegen zu den beiden anderen kurfürstlichen Jagdschlössern, Wiesen und Rothenbuch

1551

Eine Liste der Kapelleneinkünfte wird verfasst.

1552

die Kriegshorden des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach, eines nahen Verwandten des Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz, des Kardinals Albrecht von Brandenburg, brannten etwa zur gleichen Zeit das Alte Schloss zu Aschaffenburg und das Schloss Weyber nieder.

1557

Unter Kurfürst Daniel Brendel von Homburg wurde das Jagdschloss neu errichtet. Sein Mundkoch Marxen Rumpoldt gilt als der Koch der Könige, der König der Köche. Mit seinem berühmten Kochbuch hat er uns wahrlich hochherrschaftliche Menüs hinterlassen. Seine Kochkunst weiter zu pflegen ist uns Ehre und Herausforderung zugleich. Die Schreibweise änderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Aus "Vivarium" wurde "Vivar", "Wiber" und schließlich "Weyber"

1769

Exakte Darstellung auf einer Spessartkarte

1812

Erfassung als herrschaftlicher Hof

1846

Erste Landvermessung und detaillierter Grundriss des hofes.

1907

Das historische Ensemble ist in aufwendiger Arbeit in Anlehnung an 500 Jahre alte Skizzen durch die Adelsfamilie von Cancrin renoviert worden

1991

Ausbau zum Hotel unter weitgehender Berücksichtigung historischer Vorgaben.

1994

Eröffnung der Weyberhöfe im neuen Gewand mit historischem Schlosshotel, eigenwilligem, gemütlichem Restaurant und der beruhigenden Atmosphäre des Hofguts, in mitten eines verträumten, wunderschönen Naturparks.

2000

Baubeginn der neuen Zimmer, des Vital Resorts und der Beautyfarm

2001

Eröffnung des Vital Resorts und der Beautyfarm, sowie der 14 neuen Zimmer.

2003

Erwerb des Anwesens durch Peter B. Lehnardt. Erweiterung des Vital Resorts; Ausbau der alten Schmiede als Tagungs- und Veranstaltungsraum, Fertigstellung der Großen Scheune

2004

Eröffnung des Rosenpalais

2005

 

 

Eröffnung der Weyber-bar und des neuen Biergartens, sowie Eröffnung des Kurfürstenwegs Erweiterung des Vital Resorts ( Tropfsteinhöhle, Eisgrotte, Tauchbecken, Erlebnisduschen)

2008

Peter B. Lehnardt, Besitzer des Anwesens seit 2003 lässt auf dem historischen Anwesen die Vitus Kapelle wiederrichten.